Bericht einer Erntehelferin

Um den Büroalltag einmal zu entfliehen, habe ich mich bei der Familie Stassen heuer erstmals als Helferin bei der Weinlese angetragen und bin dafür rund 800 km aus Österreich angereist.

Die ersten zwei Erntetage liefen ganz gut, das Wetter war traumhaft schön und die Aussicht auf die Mosel prachtvoll. Die Trauben verlangten allerdings nach einer intensiven individuellen Lese.

Nach dem dritten Tag in den Steillagen war ich abends aus Erschöpfung und Schmerz den Tränen nahe. Alleinig die warmherzige Aufnahme und gute Stimmung im Leseteam sowie das vorzügliche warme Mittagessen im Weinberg ließen mich die Woche durchhalten.

Ich habe bislang schon öfter gehört, dass man im fertigen Wein die Kraft und Energie des jeweiligen Winzers erspüren kann, aber nie so recht verstanden, was damit gemeint sein soll. Nun bin ich überzeugt, dass ich diese Liebe, Lust und Sorgfalt mit dem Umgang der Trauben vom Weinberg bis in den Keller im Wein wiederfinden werde.

Ich freue mich deshalb schon sehr auf das erste Glas „Haussmann“ aus 2014!

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